„Zuhause ist da, wo ich sein darf, wie ich bin“

Beeindruckender Abend mit der Sandpainting-Künstlerin Conny Klement

  

Voller Spannung warteten letzten Freitag die mehr als 120 Besucher in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Holzminden auf die Bilder der Sandmalerin aus Hessen. Denn kaum einer konnte sich vorstellen, wie man mit in Sand gemalten Bildern ein abendfüllendes Programm auf die Bühne bringen und dabei auch noch Geschichten erzählen kann.

    

Dass diese Geschichten zum Thema „Zuhause“, aber auch “Heimat verlassen“, ihre Wurzel in der Biographie von Conny Klement und ihrem Ehemann Johannes haben, wurde gleich zu Beginn der Vorstellung klar. Denn das Ehepaar ist in seinem Leben schon fast zwanzigmal umgezogen. Aufgrund dieser Erfahrungen des Abschieds und Neubeginns bekamen die biblischen Beispiele von Heimat und Fremde, Aufbrechen und Loslassen, Rückkehr und Wiederaufbau eine persönlich erlebte Tiefe. Der biblische Bogen zog sich hier vom Abschied der ersten Menschen aus dem Paradies über verschiedene Stationen in der Geschichte des jüdischen Volkes bis hin zu einer erschreckenden Parallele zur Gegenwart. Nicht nur zu biblischen Zeiten, auch heute müssen Menschen ihre Heimat verlassen und geliebte Menschen zurücklassen. Und jede Mutter frage sich, ob sie ihren Sohn wohl wiedersähe. „Jede Trennung schmerzt“, so die begleitenden Worte von Johannes Klement zu einem der beindruckenden Bilder der Künstlerin.

Doch, und damit wurde die nachdenkliche Atmosphäre in Hoffnung verwandelt, wir alle können eine Heimat finden, in der wir uns geborgen und angenommen fühlen. Jesus Christus hat seine himmlische Heimat verlassen, um für uns den Weg zu Gott und zu einem Leben in Gottes Ewigkeit frei zu machen. Dieses Zuhause kann uns keiner nehmen.

Es war höchst beeindruckend, die Entstehung der mehr als 40 Sandbilder zu verfolgen. Auf einer mit Sand bestreuten, von unten beleuchteten Glasplatte vereinten sich einzelne Striche und Formen zu immer komplexeren Bildern. Mal entstand eine Landschaft, mal ein einzelnes Portrait. Da die Größenverhältnisse zu Beginn eines neuen Bildes nicht abzuschätzen waren, erlebten die Besucher so manche Überraschung, wenn sich ein vermutetes Landschaftsdetail plötzlich als die Kontur eines menschlichen Gesichts entpuppte. Mit viel Liebe zum Detail „malte“ Conny Klement ihre Illustrationen und mehr als einmal entfuhr dem Publikum ein enttäuschtes Seufzen, wenn ein solch liebevoll gestaltetes Bild ruck-zuck wieder verwischt wurde, um einem neuen Kunstwerk Platz zu machen.

Am Ende des Abends waren alle Kunstwerke wieder verschwunden. Aber der tiefe Eindruck in der Kombination von Bild, Wort und Musik wird die Besucher noch lange begleiten.

 

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