In der Adventszeit bereiten wir Christen uns auf die Ankunft Jesu` vor, die an Weihnachten gefeiert wird. Jesus ist die personifizierte Liebe Gottes zu uns Menschen. Er wurde in diese Welt hineingeboren, um durch seinen Tod am Kreuz die Schuld aller Menschen auf sich zu nehmen und so eine heile Beziehung zwischen Gott und Mensch zu ermöglichen.

Jeder Mensch steht vor der Frage, ob er dieses Angebot Gottes annehmen möchte.

Zwei junge Frauen aus Holzminden haben sich dieser Frage gestellt und für sich persönlich ein „Ja“ gefunden. Diese Entscheidung haben sie durch ihre Taufe öffentlich bezeugt. Was ist also passender, als ein solches „Ja“ zu Gottes Liebe in der Adventszeit zu feiern?

                                           

In einem bewegenden Gottesdienst am 10. Dezember 2017 haben die beiden Täuflinge aus ihrem Leben und über ihrem Entscheidungsprozess für Gott berichtet und wurden dann auf dieses Bekenntnis hin getauft. Dabei ist es im baptistischen Bibelverständnis wichtig, dass die Täuflinge alt genug sind, um diese Entscheidung bewusst und eigenständig zu treffen; es werden demnach keine Säuglinge in unserer Gemeinde getauft.

Um das Sterben des alten Menschen und die Auferstehung in das neue Leben mit Jesus zu symbolisieren, wird der Täufling vom Pastor im Taufbecken einmal komplett untergetaucht. 

Eine solche Taufe ist immer Anlass zu großer Freude und entsprechend fröhlich war die Stimmung im Gottesdienst, der mit viel Musik und Segenswünschen für die beiden jungen Frauen gefeiert wurde. Auch nach dem Gottesdienst blieben noch viele Besucher zusammen, um bei Heißgetränken und adventlichem Gebäck dieses besondere Ereignis im Gemeindeleben zu genießen.

Liebe Geschwister in Holzminden!

Mit diesem Brief danke ich euch sehr herzlich, dass ihr mit eurer finanziellen Unterstützung mithelft, die Projekte in Pakistan durchzuführen. Es war mir eine große Ermutigung, bei meinem Besuch im September euer Interesse an dem Dienst in Pakistan zu sehen. Mit euren Spenden tragt ihr dazu bei, dass immer mehr Kinder aus den christlichen Familien der „Arbeitssklaven“ mit Begeisterung zur Schule gehen können.

1.     „SCHOOL OF GRACE“

Der Start der „School of Grace“ war am 10. Januar 2017, jetzt haben wir bereits 100 Schüler, am 1. Juli haben wir das Gebäude angemietet. Darin haben wir Platz haben für 250 Kinder. Die unteren Räume sind fertig und passend eingerichtet, die Räume im 1.Stock kommen dran, wenn das Geld dafür da ist. Wir haben sieben Lehrer angestellt und zwei weitere Mitarbeiter.  Ich habe einen guten Eindruck von dem Team, habe mit allen Lehrern gesprochen und sie ermutigt, in Jesu Namen den Kindern das Beste zu geben für eine bessere Zukunft. Die vier und fünf Jahre alten Kinder kommen in die sogenannte „Playgroup“, das ist bei uns der Kindergarten. In Pakistan ist das in einer Einrichtung zusammen. Sie können die Schule bis zur Mittleren Reife durchlaufen.

Bei der Suche nach den Lehrern haben sich mehr beworben als wir brauchten, ein Zeichen dafür, dass die Schule einen guten Ruf hat. Das obere Banner hängt außen an der Straße vor der Schule.

Inzwischen kommen die Kinder morgens in die Schule, der Unterricht beginnt um 8.00 h und endet mittags. Es ist großartig, zu sehen, dass Lehrer und Schüler sehr motiviert sind zu lehren und zu lernen. Alle Eltern sind einverstanden und unterstützen den Schulbesuch.     

                                               

2.    „SCHOOL OF TRUST“

Hier wurden die Kinder bei meinem ersten Besuch im Dezember 2016 noch im Freien unterrichtet. Heute kann ich mitteilen, dass wir eine vorläufige Lösung gefunden haben mit der Anmietung eines Gebäudes. Es hat zwei Klassenräume und einen dritten, sehr kleinen, ohne Fenster. Die vierte Klasse sitzt in der Veranda, aber der offene Raum hat immerhin drei Wände. Das ist schon eine große Verbesserung. Ich hoffe sehr, dass wir im nächsten Jahr soweit sind, dass wir ein passendes Gebäude anmieten können für diese 130 Schüler. Es ist schon großartig, dass die Kinder in diesem Winter in der Schule nicht mehr frieren müssen. Die ältesten dieser Schüler sind bereits 16/17 Jahre alt und ganz begeistert, jetzt endlich etwas lernen zu können. Ich habe einige interviewt, um zu hören, mit welchen Inhalten sie sich in der Schule beschäftigen. Das war eine echte Herausforderung für sie, mit mir Englisch zu sprechen. Ich bin froh, dass sie dort auch ein Unterrichtsfach haben, das die Bezeichnung „Bible“ trägt: Die Kennzeichen der beiden christlichen Schulen: Christliche Lehrer, Bibelunterricht, wo sie mit dem Wort Gottes vertraut gemacht werden.

3.  Finanzielle Aufgaben

“School of Grace” für Sklavenkinder in der Mukan Colony mit zurzeit 100 Kindern Die monatlichen Mieten, Unterhaltungskosten, Lehrergehälter, Einrichtungs- und  Anschaffungskosten für die weiteren Klassen kommen dazu.

 

„School of Trust“ in Kasur hat 130 Schüler

Die Monatsmieten für das seit 1.Juli angemietete Gebäude mit 4 Klassenräumen. Auch hier kommen die Unterhaltungskosten und die Lehrergehälter dazu.

Die Schulen brauchen Transportmöglichkeiten um die kleineren Kinder abzuholen. Wir haben mit eurer Hilfe kürzlich 3000 € für einen Minibus überweisen können. Der bisherige ist kaputtgegangen, eine Reparatur lohnte sich nicht mehr.

 

4.  Weitere Planungen

Bei meinem zweiten Besuch vom 25.Sept.-2.Oktober hatte ich eine Reihe Veranstaltungen, bei denen ich die Gelegenheit hatte zu predigen. Das habe ich mit Freuden getan. Während eines Heilungsgottesdienstes wurde mir klar, wie sehr bedürftig die Frauen sind. Sie fühlen sich wertlos und haben schon als Mädchen Gewalt erlebt. Im Gespräch mit meinen pakistanischen Partnern Kiran und Prince Ghauri und im Gebet haben wir dann gemeinsam beschlossen, als nächsten Schritt eine Konferenz für Frauen Ende Januar 2018 durchzuführen. Ich werde dazu mit einer Gruppe von 10 Frauen am 22.Januar nach Pakistan fliegen.

Vom 15.-22. Oktober ist dann ein Kindercamp geplant für die Waisenhauskinder und die älteren Kinder der Schulen. Der Dienst wächst beständig und wir haben tolle Möglichkeiten für das Reich Gottes in diesem vergessenen Land.   

Habt herzlichen Dank, dass ihr mit mir gemeinsam etwas von eurer Liebe dafür investiert.

Noch eine weitere Information: Ich habe es auf meinem Herzen, den syrischen Flüchtlingen, die alles verloren haben und schon vor etlichen Jahren in den Libanon geflohen sind und dort auch nach sechs Jahren noch mit ihren Familien in Zelten leben, medizinisch zu helfen. In wenigen Tagen fliege ich dazu mit einer Gruppe von 14 Fachkräften für eine Woche in den Libanon. Dieser Einsatz wird in einer christlichen Gemeinde in Zahle stattfinden.

Ich bin euch dankbar, wenn ihr in der Woche vom 25.11.-2.12. für uns betet. Neben allem anderen bin ich zurzeit damit beschäftigt, die Vorbereitungen für eine Vereinsgründung für meine Missionsdienste zu tätigen. Die Notwendigkeit dafür hat sich deutlich gezeigt.

Mir ist etwas ganz wichtig: Das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft! Wir wollen in den Wegen gehen, die Gott selber für uns vorbereitet hat. Es geht in allen Aufgaben um Gottes Reich und die erfahrbare praktische Liebe für seine geliebten Kinder, auf dass sie ihn erkennen um ihm von Herzen nachzufolgen.

Eph.2,20

 

„Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Jesus Christus zu guten Werken, die Gott schon vorbereitet hat, damit wir darin leben sollen.“ 

Mit herzlichen Grüßen, in Verbundenheit

 

eure

Margret Meier

Wenn Geschichte ein Gesicht bekommt....

 Autorenlesung

Zum zweiten Mal luden der Verein zur Förderung christlichen Gemeindelebens und die Ev. Freikirchliche Gemeinde Holzminden  zu einem ‚Abend für Frauen‘ ein.

Rund 70 Frauen folgten der Einladung, die Autorin Elisabeth Büchle kennen zu lernen und etwas über ihr Leben, ihre Arbeit als Autorin und ihre Bücher zu erfahren.

Frau Büchle nahm die Zuhörerinnen mit in die Zeit des zweiten Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges in dem ihr Roman ‚Der Korsar und das Mädchen‘ angesiedelt ist. Sie las Auszüge aus ihrem Roman, stellte dabei die Protagonisten vor und weckte so das Interesse, die ganze Geschichte zu erfahren. In den Leseproben wurden zuweilen auch Hintergründe zu einzelnen Handlungssträngen erläutert. Weiterhin erzählte sie, wie sich im Laufe der Romanentstehung eine Protagonistin zu einer Hauptfigur entwickelte an der sie darstellt, wie ermutigend es doch sein kann über die eigenen Grenzen zu gehen nach dem Motto: ‘Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen‘.

Eingerahmt wurde die Lesung durch hervorragende Musikbeiträge von Sara (Geige) und Rafael al Diban (Klavier und Trompete).

Die Möglichkeit, nach der Veranstaltung in gemütlicher Atmosphäre bei Fingerfood und Getränken miteinander und mit dem Ehepaar Büchle ins Gespräch zu kommen, sowie Bücher zu erwerben wurde von den Frauen reichlich genutzt.

Für das kommende Jahr ist wieder am ersten Freitag im November ein besonderer Abend für Frauen geplant, an dem die Sängerin und Wortakrobatin Valerie Lill ihr neues Programm vorstellen wird.