Apfelernte Pfadfinder

Es gab Zeiten, da blieb in Holzminden kein Apfel am Baum hängen. Hungrige Hände pflückten alle Früchte, um den mageren Speisezettel mit der saftigen Köstlichkeit zu ergänzen.

 

Heute sieht es oft anders aus. In diesem guten „Obstjahr“ sieht man die Äpfel in Hülle und Fülle, in den Privatgärten, aber auch an öffentlichen Straßen und Parkanlagen an den Bäumen hängen, und längst nicht alle werden gepflückt!

 

Ohne die Pfadfinder der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde wären vermutlich viele weitere Äpfel auf der städtischen Wiese am Rand des Stadtparks verfault. Aber so konnten die 20 Pfadfinder, die sich am 6. Oktober 2011 bei stetigem Nieselregen zum Pflücken und Aufsammeln trafen, insgesamt 420 Kilogramm Äpfel verschiedenster Sorten retten! Die Ernte wurde dann von der Firma Creydt zu klarem und trübem Apfelsaft verarbeitet, der dann von den Pfadfindern verkauft wurde.

 

Mit dem Erlös wollen die Kinder und Jugendlichen eine Pfadfinderin aus ihrer Mitte unterstützen, die vor kurzem mit Hilfe einer katholischen Stiftung nach Santiago de Chile gegangen ist, um dort für ein Jahr praktische Hilfe bei den Ärmsten der Bevölkerung zu leisten. Da diese Holzmindener Pfadfinderin für ihre Arbeit dort nicht bezahlt werden kann, ist sie auf private Spenden angewiesen.

 

So ist es auch heute noch so, dass die Holzmindener Äpfel den Ärmsten der Armen ein wenig helfen können!

 

Über Himmelfahrt zogen 13 Pfadfinderinnen und Pfadfinder der EFG Holzminden gemeinsam in die Tiefen des Harzes nach Wienrode, um mit rund 250 anderen Pfadfindern der BPS Nord am Regionslager teilzunehmen und gemeinsam in die Welt der Maya einzutauchen.

Kochtisch beim RelaAm Mittwochnachmittag gegen halb 6 ging es mit 2 Autos und einem voll beladenen Anhänger los. Nach 2 Stunden Fahrt war das lang ersehnte Ziel erreicht: der Zeltplatz! Gemeinsam packten alle an und halfen beim Aufbau der Kothen. Doch nach der ersten Kothe brach die Dämmerung an und mit der Dunkelheit kam auch der große Hunger. Bevor jedoch der Hunger gesättigt werden konnte, wurde rasch die 2. Kothe aufgebaut, erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Danach hieß es: Essensgeschirr holen und ab zu Sabine, der sogenannten guten Küchenfee. Beim ruhigen Dasitzen und Essen wurde schnell klar, diese Nacht würde bitter kalt werden. Diese Vermutung hat sich am nächsten Morgen mehr als bestätigt, denn die meisten der sonst so harten Pfadfinder mussten erst einmal beim Frühstück und beim heißen Kakao auftauen. Mit den ersten Sonnenstrahlen kam auch langsam wieder Leben in die Extremitäten. Der Tag konnte starten. Beim Frühstück wurde zunächst einmal geklärt, wer alles zu unserer Kochgruppe gehört, denn das Lager war in mehrere Kochgruppen eingeteilt. In der Kochgruppe der Holzmindener waren noch die Berliner, Rintler und Wernigeröder. Die Stammes- und Siedlungsführer haben sich zu Beginn zusammen gesetzt und entschieden, was noch an Lagerbauten aufgebaut werden sollte. Schnell waren sie sich einig, dass die größte Priorität auf den Kochtisch gelegt werden sollte, denn mit steigendem Luxus am Kochtisch steigt gewöhnlich auch die Wahrscheinlichkeit gutes Essen zu bekommen und mit gutem Essen im Magen kann nichts mehr schief gehen.

 

Bundeslager 2011Bundeslager – hinter diesem Begriff verbirgt sich ein Großereignis für uns Baptistische Pfadfinder (BPS), welches nur alle 3 bis 4 Jahre erlebt werden kann. Alle Stämme der BPS und geladene Gäste oder Bünde treffen sich zu einem 10-tägigen Event nach Pfadfinderart. In diesem Jahr war unser Ziel der VCP Bundeszeltplatz im kleinen Ort Großzerlang am kleinen Pälitzsee, südöstlich der Müritz. Schon im Vorfeld hatten wir Eversteiner uns auf dieses Lager vorbereitet. Thematisch sollte es um die Geschehen aus dem Buch Esther gehen, welches hiermit als kurze spannende Lektüre wärmstens empfohlen wird. Wir hatten uns auf unserem Lager über Himmelfahrt schon ein wenig darauf eingestimmt, in dem wir viel über Nehemia gelernt hatten. Nun wurden im Vorfeld noch Kostüme aus der Zeit der Perser vor Christi Geburt zusammengestellt und mit in unseren Rucksack gepackt.

 

 

Die Anreise für uns 11 Holzmindener erfolgte mit dem Reisebus ab Hannover, dies war schon ein eigenes Tagesprogramm. Am Zielort angekommen hieß es unseren Lagerplatz finden, Gepäck sortieren und Zelte aufbauen. Zum Glück hatten wir ein kleines Teillager mit Gruppen, die wir schon kannten und mit denen wir uns gut verstanden. Dies sollte für uns ein großer Vorteil über die gesamte Lagerzeit sein. Der riesige Platz war in Teillager unterteilt, die räumlich sehr weit auseinander lagen. Auf dem zentralen großen Platz gab es ein riesiges Veranstaltungszelt, die Sanitäreinrichtungen und das Küchenlager. In den Teillagern wurde jeweils selber gekocht und jeder war mehrmals daran beteiligt. Täglich gab es eine Großveranstaltung zum biblischen Thema, welches dann in den kleinen Sippen vertieft wurde. Anschaulich wurde alles durch eine Gruppe, die Szenen aus dem Buch Esther sehr nachvollziehbar spielte.

 

Höhepunkte gab es natürlich fast an jedem Tag.

Stammeslager 2011

Die Sonne brennt und über den Wiesen im Wesertal. Einige Männer bearbeiten schwitzend mit einfachen Werkzeugen riesige Eichen- und Buchenstämme, es sollen Balken für die neuen einfachen Häuser der neuen Siedlung werden.

 

Auch die Frauen arbeiten hart, sie schneiden hohes Gras welches zum Decken der Dächer benötigt wird. Nur die kleinsten toben spielend auf der großen Wiese am Waldrand. Dann endlich ist das kleine Geläut der Klosterkirche zu hören.

 

Es ruft die Mönche zum Mittagsgebet und die Bevölkerung nutzt diese Zeit zur verdiensten Pause mit Brotzeit. So ähnlich könnte die Situation vor fast 1000 Jahren rund um das Kloster Bursfelde gewesen sein.

Stammeslager 2010 Wir schreiben das Jahr 1093 Anno Domini. Graf Heinrich (der Fette) von Northeim beauftragt die Mönche von Corvey mit dem Bau eines neuen Klosters an der Weser. An der Einmündung des Baches Nieme in die Weser finden die Mönche einen günstig gelegenen Platz und gründen dort das Kloster Bursfelde.
Doch Heinrich von Northeim (der Fette) hat noch mehr im Sinn. Dort, wo Mönche zur Ehre Gottes beten und arbeiten, soll auch eine Siedlung, vielleicht sogar eine Stadt entstehen. Aus diesem Grund können Großfamilien für ein geringes Handgeld von 40 Talern Land in der Nähe des Klosters erwerben, um die neue Siedlung zu gründen. Werden sie es schaffen, eine Siedlung mit allen nötigen Dingen aufzubauen?


Stammeslager 2010 Dieser Aufgabe werden sich die Baptistischen Pfadfinder der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Holzminden stellen, wenn sie vom 01. – 05.06.2011 auf ihr Stammeslager fahren. Auf dem Jugendzeltplatz Bramwald, Glashütte Oberweser werden sich die Kinder (ab 7 Jahren) und Jugendlichen vom Stamm der Eversteiner wie die ersten Siedler vom Bramwald fühlen und zudem all das erleben, wofür die Pfadfinderarbeit steht: Zelten und Lagerfeuer, Spiel und Spaß in der Natur, Gemeinschaft und altersgemäße Übernahme von Verantwortung.

 

Interessierte Kinder und Jugendliche sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen sind beim Stammesführer Ulf Theiß, Tel. 05531-5270 erhältlich.