„Die Hoffnung lebt zuletzt“

Konzert-Gottesdienst mit Valerie Lill am 24. November in Holzminden

Wer in den vergangenen Jahren bei einem der Konzerte von Valerie Lill in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde war, konnte sich von ihrem Wortwitz, ihrer Musikalität und der Vielfalt der eingesetzten Instrumente begeistern lassen.
Denn die Konzerte mit der Künstlerin aus dem Bergischen Land sind eine erfrischende Mischung aus authentischen Songs und zauberhafter Wortakrobatik: Musik und Lyrik - gleichzeitig zart und kraftvoll. Die Songpoetin versteht es, ihr Publikum mit Humor und Tiefgang zu berühren und Pauschalantworten vermissen zu lassen auf Fragen, die sowieso niemand stellt.
Valerie Lill liebt die Hintergründigkeit der deutschen Sprache und versteht es, diese mit ihrer ganz persönlichen Note in feine Melodien und sprühende Poetry Slams zu verwandeln. Und dabei gelingt es ihr, inhaltsschwere Texte über Gott und die Welt ganz federleicht zum Herzen der Zuhörer zu transportieren.

In diesem Jahr geht die Musikerin, Komponistin, Buchautorin und Lyrikerin neue Wege in Holzminden und lädt am 24. November um 10.00 Uhr zu einem Konzert-Gottesdienst in die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in die Fürstenberger Str. 43 ein. Begleitet wird sie dabei von ihrem Kollegen Dirk Benner am Piano.

Dirk Benner, freiberuflicher Keyboarder und Arrangeur namhafter Musiker und Bands der Pop- und Schlagerszene, ist gleichzeitig Musical Director einer Konzertreihe in der Philharmonie Essen und Leiter der RTL-Gospel-Award-Band.

Beiden gemein ist die ansteckende Lust am Spielen ihrer Instrumente Gitarre, Flöte und Piano und ihre Experimentierfreudigkeit, die sich immer wieder dem Augenblick anpasst. Man darf gespannt sein!

Im Anschluss an den Konzert-Gottesdienst wird es bei Fingerfood und Getränken noch die Gelegenheit geben, sich mit den Künstlern auszutauschen und diesen zauberhaften Vormittag ausklingen zu lassen. Hierzu eine herzliche Einladung!

Der Eintritt zum Gottesdienst ist selbstverständlich frei, um eine Spende zur Kostendeckung wird am Ausgang gebeten.

„Zuhause ist da, wo ich sein darf, wie ich bin“

Beeindruckender Abend mit der Sandpainting-Künstlerin Conny Klement

  

Voller Spannung warteten letzten Freitag die mehr als 120 Besucher in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Holzminden auf die Bilder der Sandmalerin aus Hessen. Denn kaum einer konnte sich vorstellen, wie man mit in Sand gemalten Bildern ein abendfüllendes Programm auf die Bühne bringen und dabei auch noch Geschichten erzählen kann.

    

Dass diese Geschichten zum Thema „Zuhause“, aber auch “Heimat verlassen“, ihre Wurzel in der Biographie von Conny Klement und ihrem Ehemann Johannes haben, wurde gleich zu Beginn der Vorstellung klar. Denn das Ehepaar ist in seinem Leben schon fast zwanzigmal umgezogen. Aufgrund dieser Erfahrungen des Abschieds und Neubeginns bekamen die biblischen Beispiele von Heimat und Fremde, Aufbrechen und Loslassen, Rückkehr und Wiederaufbau eine persönlich erlebte Tiefe. Der biblische Bogen zog sich hier vom Abschied der ersten Menschen aus dem Paradies über verschiedene Stationen in der Geschichte des jüdischen Volkes bis hin zu einer erschreckenden Parallele zur Gegenwart. Nicht nur zu biblischen Zeiten, auch heute müssen Menschen ihre Heimat verlassen und geliebte Menschen zurücklassen. Und jede Mutter frage sich, ob sie ihren Sohn wohl wiedersähe. „Jede Trennung schmerzt“, so die begleitenden Worte von Johannes Klement zu einem der beindruckenden Bilder der Künstlerin.

Doch, und damit wurde die nachdenkliche Atmosphäre in Hoffnung verwandelt, wir alle können eine Heimat finden, in der wir uns geborgen und angenommen fühlen. Jesus Christus hat seine himmlische Heimat verlassen, um für uns den Weg zu Gott und zu einem Leben in Gottes Ewigkeit frei zu machen. Dieses Zuhause kann uns keiner nehmen.

Es war höchst beeindruckend, die Entstehung der mehr als 40 Sandbilder zu verfolgen. Auf einer mit Sand bestreuten, von unten beleuchteten Glasplatte vereinten sich einzelne Striche und Formen zu immer komplexeren Bildern. Mal entstand eine Landschaft, mal ein einzelnes Portrait. Da die Größenverhältnisse zu Beginn eines neuen Bildes nicht abzuschätzen waren, erlebten die Besucher so manche Überraschung, wenn sich ein vermutetes Landschaftsdetail plötzlich als die Kontur eines menschlichen Gesichts entpuppte. Mit viel Liebe zum Detail „malte“ Conny Klement ihre Illustrationen und mehr als einmal entfuhr dem Publikum ein enttäuschtes Seufzen, wenn ein solch liebevoll gestaltetes Bild ruck-zuck wieder verwischt wurde, um einem neuen Kunstwerk Platz zu machen.

Am Ende des Abends waren alle Kunstwerke wieder verschwunden. Aber der tiefe Eindruck in der Kombination von Bild, Wort und Musik wird die Besucher noch lange begleiten.

 

Am 9. November um 19:30Uhr findet in der EFG Holzminden ein Lobpreisabend statt, den man einfach nicht verpassen darf.

unter den Titel Gott ist gut lädt die Jugendband der EFG Holzminden zu einem ganz besonderen Konzert ein. 

 

 

‚ZUHAUSE‘ lautet der Titel des neuen Programms der Sandpainting-Künstlerin Conny Klement, das sie uns am 01.11. um 19:30 Uhr vorstellen wird.

Kornelia Klement, genannt Conny, wurde am 04.07.1955 in Siegen geboren, wuchs in einem kleinen Dorf auf und lernte den Beruf der Handweberin.

Sie ist verheiratet mit Johannes Klement, Missionar und Pastor. Ihr gemeinsamer Dienst führte sie an viele unterschiedliche Wohnorte in der Schweiz, in Deutschland und Brasilien. Sie haben drei erwachsene Kinder.

Connys liebste Aufgabe ist es, Geschichten aus der Bibel zu erzählen. So kam sie auch 2009 zum Sandmalen.

Auf einer beleuchteten Glasplatte schiebt sie feinen Sand mit den Händen zu Bildern, die den Zuschauern den dazu gelesenen Text nahe bringen. Gelegenheit dazu hat sie in vielen unterschiedlichen Veranstaltungen in Deutschland und weltweit zwischen Japan und Brasilien. Heute lebt Conny Klement in Hessen und ist oft gemeinsam mit ihrem Mann, der nun Rentner ist, unterwegs.

Nach der Veranstaltung besteht wieder die Möglichkeit, sich bei Fingerfood und Getränken auszutauschen.

„Ein Stück des Weges gemeinsam wandern“

Verabschiedung von Pastor Evan Schaefer aus der Evang.-Freikirchl. Gemeinde Holzminden

Vor 17 Jahren kam der kanadische Pastor Evan Schaefer mit seiner deutschen Frau Annika und den beiden Söhnen Noah und Joschua nach Deutschland. Nach Stationen in Sachsen-Anhalt und im niedersächsischen Springe begann er im Februar 2017 seinen Dienst in unserer Baptistengemeinde an der Fürstenberger Straße.

                                 

                      Pastor Evan Schaefer mit seiner Frau Annika und seinen Söhnen Noah und Joschua

Seitdem hat Evan Schaefer viele Spuren in unserer Gemeinde, in der Stadt und im Leben Einzelner hinterlassen. Und so hätte es gern weitergehen können. Doch unvorhergesehene familiäre Umstände führten die Familie Schaefer schließlich zu der Entscheidung, zurück in Pastor Schaefers kanadische Heimat zu gehen.

Und so war der gemeinsame Weg unerwartet kurz und fand nun am 26. Mai ein Ende. In dem bewegenden Abschiedsgottesdienst erwähnte Bärbel Czech von der Gemeindeleitung die Picknickdecke, die Evan Schaefer zur Begrüßung vor 2 ¼ Jahren erhalten habe. Damals gemeint als Einladung, die wunderbare Wanderlandschaft in der neuen Heimat zu entdecken, sei diese Decke aus heutiger Sicht auch ein Symbol für die Stärkung, die die Gemeinde durch Pastor Schaefer erfahren habe. Denn auf einer Wanderung sei ein Picknick unterwegs vielleicht nur kurz, aber sehr wichtig, um neue Kraft für die weitere Strecke zu erhalten. Und so dankte Bärbel Czech im Namen der ganzen Gemeinde Pastor Schaefer für den gemeinsamen Weg der Stärkung.

                                

Beim „EVAN“-Test für deutsche Sprache und Kultur konnte Evan Schaefer am Samstagnachmittag ein Verbot seiner Ausreise verhindern, muss sich aber in Zukunft einer regelmäßigen Nachprüfung durch Gemeindemitglieder unterziehen.

Evan Schaefer selbst hatte das Bild des Weges auch im wortwörtlichen Sinne schon am Vortag aufgegriffen. Am Samstag, 25. Mai hatten sich alle Mitglieder und Freunde der Gemeinde zu einem bunten Nachmittag mit Fotos, Abschiedsworten, einem Sprachquiz und liebevoll umgedichteten Liedern zusammengefunden. Hier überreichte der Pastor seiner Gemeinde als Abschiedsgeschenk ein Bild seiner kanadischen Heimat mit einem Weg, dessen Ende noch nicht sichtbar ist. Er sei dankbar für die gemeinsame Wegstrecke in Holzminden und nun gespannt, was Gott hinter dem Horizont als nächstes bereithielte. Sowohl für die Holzmindener Gemeinde, als auch für ihn und seine Familie in der neuen, alten Heimat.

                               

          Mit einem Foto aus seiner kanadischen Heimat dankte Pastor Schaefer seiner Gemeinde für die gemeinsame Wegstrecke

Dass sich die vor ihnen liegenden „Wege ebnen“ mögen und „von Christus begleitet“ seien wünschten auch Brunhilde Kochta von der Katholischen Gemeinde St. Josef und Andreas Blaas von der Evang.-Freikirchl. Gemeinde Stadtoldendorf in ihren Grußworten.
Superintendent Wöhler vom Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder bedauerte die kurze gemeinsame Wegstrecke und hätte Pastor Schaefer „gern noch besser kennengelernt“. Jürgen Tischler vom Landesverband der Baptisten hingegen erfuhr während der knapp 17-jährigen Zusammenarbeit eine „herzliche Verbundenheit“ und lernte Familie Schaefer als Menschen kennen, die „lebendig, fröhlich und öffentlich das Wort Gottes verkünden“.

Darum ging es Pastor Schaefer auch in seiner letzten deutschen Predigt. Beginnend mit den augenzwinkernden Worten „Was ich der Gemeinde schon immer mal sagen wollte“ richtete er basierend auf 1. Kor. 2,1-5 den Blick auf den zentralen Auftrag jeder christlichen Gemeinde: Die frohe Botschaft von Jesus Christus zu verkünden. Denn das Evangelium könne die Menschen mehr als alles andere auf der Welt verändern.

                              

                                      Mit Wehmut im Herzen lauschte die Gemeinde der letzten Predigt ihres Pastors

Dabei sei es unwichtig, alles perfekt machen zu wollen, denn „Gott gebraucht schwache Menschen“. Selbstironisch führte Evan Schaefer seine Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache als Beispiel an. Wenn er einmal in den Himmel komme, wolle er Gott auf jeden Fall fragen, wer diese komplizierte Sprache erfunden habe. Und gleichzeitig dankte er der versammelten Gemeinde für ihre „liebevolle Akzeptanz“ seines eigenwilligen Deutsch.

Doch Gottes Geist könne die Herzen der Menschen trotz unserer Schwächen erreichen. Das sei sein Gebet vor jedem Gottesdienst in Deutschland gewesen: „Gott, gebrauche mich in meiner Sprache“.

Ein letztes Mal durfte die Gemeinde dann den Segen mit kanadischem Unterton hören, bevor das abschließende Segenslied für Familie Schaefer schließlich erneut die Tränen fließen ließ.

Viele nutzten beim anschließenden Kaffeetrinken die Gelegenheit, sich persönlich von Familie Schaefer zu verabschieden und ihnen alles Gute zu wünschen. Es wird eine Lücke bleiben in der Gemeinde und doch ist da auch ganz viel Dankbarkeit für die gemeinsame Wegstrecke.

In der nächsten Zeit wird die Gemeinde erstmal ohne Pastor weiterwandern, hofft aber, möglichst bald einen neuen hauptamtlichen Weggefährten zu finden.

Silke Meseck

 

 

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